Entsolidarisierung der Gesellschaft anhand der Bankenpakete

11. November 2009 von immogeschaedigte

Habe einen recht interessanten philosophischen Artikel über  „Geben oder Nehmen“ im Bezug Einzelner versus Staat entdeckt. Dieses Denken der Vollkaskaomentalität (Copy R. Helmut Kohl) hat sich fast schon überall durchgesetzt.  Risiko ja, wenn es schlecht geht, Schrei nach dem Staat. Und dies läßt sich auch in ganz hohen Finanzbereichen verfolgen. Siehe Bankenpaket. Im Grunde für die Verursacher kein Risiko,  es springt die Gemeinschaft schon ein. So läßt es sich leben.

 

Kann Immofinanz wieder passieren?

9. November 2009 von immogeschaedigte

Es wurde in dem letzten Jahr viel über Regulierungen des Finanzmarktes gesprochen. Was passiert nun wirklich? Scheinbar nichts. Es wird geplant, nachgedacht, österreich- eu- und weltweit, kommt dabei auch was raus, das den nicht professionellen Anleger schützen kann? Dazu zwei Kommentare im Wirtschaftsblatt, die diese Problematik aufzeigen.

Die Analysten und ihre Voraussagen.

6. November 2009 von immogeschaedigte

In Rückblicken läßt sich so manches immer recht einfach bewerten. Aber in der Vorschau, da happert es leider oft. Möchte mir in den nächsten Tagen einige Aussagen bzgl. Aktien-und Marktenwicklungen ansehen, die in den letzten 12 Monaten getroffen worden sind.

Start ist mit der Immofinanzgruppe, Chart aus dem Jänner 09:

Immofinanz Aktienkurs

Stand des Aktienkurses am 4.11.2009:  Immofinanz 2,32;  Immoeast 3,63

Hätte man im Jänner mit Nachkäufen zugeschlagen, könnte man jetzt jubeln. Hätte, könnte……

Ist der Aufwärtstrend an der Wiener Börse schon wieder Geschichte?

5. November 2009 von immogeschaedigte

Der Wiener Leitindex  ATX ist um rund zehn Prozent in den vergangenen 2 Wochen abgestürzt. Laut Analysten zufolge, stammen die jetzigen Verluste aus Gewinnmitnahmen. Denn große Investoren hatten die Börsenkrise im Frühjahr genützt, um günstig zuzukaufen. Von März bis Mitte Oktober war der ATX immerhin um 95% gestiegen. Scheinbar ist man nun bemüht, die Gewinne zu realisieren. Obwohl auch zu bedenken ist, daß auf der  Wiener Börse relativ wenig gehandelt wird, sodaß sich Käufe und Verkäufe ab einer bestimmten Größe, besonders stark auf den Kurs auswirken.

Paradoxerweise kann aber bei den jetzigen Verkäufen leicht ein Trend nach unten ausgelöst werden, denn verkaufen viele, rutscht der Kurs noch weiter hinunter.  Und dies wäre für die Realwirtschaft fatal: Die  Möglichkeit, sich frisches Kapital über die Börse zu holen wäre  nicht lohnend, denn wer würde bei allzu niedrigen Kursen eine Kapitalerhöhung durchführen?

Scheinbar findet gerade an den Börsen eine Korrektur des Trends nach oben statt. Wie es weiter geht, daß werden wir mit Sicherheit erst Anfang 2010 erfahren. Aktuell steigt der Dollar, bedeutet, Flucht aus den Aktienmärkten.

ATX und Dollar_0001

ATX und Dollar_0002

Mit 2 Seiten ist alles geklärt?

4. November 2009 von immogeschaedigte

Die neue AK-Forderung – kürzere Versicherungsgsinformationen auf 2 Seiten -  klingt auf den ersten Blick recht gut, nur es spießt sich.

Wie sollen Risiken, Prämienhöhe, Leistungsausschlüsse, Obliegenheiten des Versicherungsnehmers, Laufzeit etc. so knapp formuliert werden, daß ALLES  hieb-und stichfest gegen mögliche Klagen ist? Das kann es ja nicht sein. Auf der anderen Seite wird mehr Detail-Information gefordert und hier soll plötzlich eine Verknappung  genügen.

Spekulation auch auf Bundesebene?

2. November 2009 von immogeschaedigte

Mit ca.  3.752 Mia Dollar, gehen internationale Staatsfonds auf Einkaufstour. Der norwegische staatliche Pensionsfonds, der 445 Mia Dollar verwaltet, hält bereits 1% des globalen Aktienvermögens. Wie Geld optimal veranlagt wird, hängt vor allem von der Fristigkeit ab. Für ein paar Monate, um Liqiditätslücken zu schließen, oder langfristig mit klar definierten Zielen.  Und dieses definierte Ziel scheint aber die Achilessehne vieler öffentlicher Anleger zu sein. Siehe auch die Millionenverluste österreichischer Gemeinden. Die ÖBFA (Österr. Bundesfinanzagentur) hat rund € 10,8 Mia veranlagt, scheinbar nicht gut gestreut, so daß im worstcase ein Verlust von rund € 380 Mio schlagend werden kann. Die Chefin der ÖBFA: Wir haben aus der Krise gelernt…

Anbei ein Ranking von Staatsfonds:

Staatsanleihen Weltweit

Meinl Bank – Die Revolution frißt ihre Kinder.

31. Oktober 2009 von immogeschaedigte

Die Klage eines früheren Boardmitgliedes der beiden früheren Meinl Firmen Airports International und Powers International ( seit Oktober 09 aufgelöst), wirft einiges auf. Scheinbar haben die  sogenannten „Rebellen – Pirrwitz, Dohr, Vilsmeier“, ihre Machtübernahme zwischen Juli und Herbst 08, als reinen finanziellen Selbstbedienungsladen angesehen.  Da einer dieser Herren, der im April 09 nicht ganz freiwillig ausschied, nun in einer Klage insgesamt 1,3 Mio € fordert, sind generell die Zahlungen transparent geworden:

Monatliche Überstundenvergütung pro Mann pro Firma von € 12.500,– auf Basis von 5 Tagen pro Monat. Für jeden Wochentag kassierten sie nochmals € 2.000,–, für Tage an Wochenenden  € 3.000,– .

Angetreten sind diese Herren, um für mehr Transparenz zu sorgen und die Abzocke durch die Meinl Bank zu beenden. Das scheint ihnen ja gelungen zu sein. Anbei die Faksimile der Klagen.

Klage Meinl Bank

Meinl V und seine Weltansicht

30. Oktober 2009 von immogeschaedigte

Das Interview im Falter und Auszugsweise im Standard läßt doch ziemlich die Überheblichkeit durchklingen. „Die Wirtschaftskrise ist schuld“ meinte Meinl V, einfacher geht es nicht mehr.  Die Krise hat das Platzen der Blasen ala Meinl, Immofinanz und Madoff  erst ermöglicht, traurig für die Anleger, gut für die Marktbereinigung. Er verweist auf die Verantwortung der Anleger, vergißt aber, daß gerade er mit einem berühmten Namen die totale Verantwortung trägt. Meinl stand bis zu den Finanzungereimtheiten für Seriosität und Qualität, mit einem Schlag ist alles ruiniert. Sich mit 100 Mio € „frei zu kaufen“ und dann noch die Republik auf entgangenen Zinsgewinn zu verklagen, dafür gehört schon eine ordentliche Portion Frechheit. Die Abberufung des Gutachters kostet dem Staat noch einmal eine große Summe (.€ 728.000,–), die dieser für seine Arbeit einfordert.

Wenn schon der Begriff Verantwortung in den Mund genommen wird, dann aber richtig und bei sich selbst beginnend, alles andere ist ein Abschieben.

Interessante Urteile im Falle Constantia Privatbank

28. Oktober 2009 von immogeschaedigte

Scheinbar ist wirklich jeder Fall unterschiedlich zu bewerten. Wie können sonst so unterschiedliche Urteile ergehen.  Nachzulesen im Wirtschaftsblatt.

Petrikovics, Constantia und Kingsbridge

27. Oktober 2009 von immogeschaedigte

Nicht nur bei dem Deal der Hypo Adria Bank an die Bayrische Landesbank hat Kingsbridge gut mitgeschnitten, auch bei Immofinanzdeals waren sie mit an Bord. Wer ist Kingsbridge? Ein Finanzinvestor mit Sitz auf  Jersey, deren Fäden zum deutschen Investmentbanker Matthias Hink führt.

Laut Aktenlage des Strafaktes Immofinanz, war Kingsbridge mitbeteiligt an den Scheinofferten im Jahre 2007, die die tatsächlichen Verluste der Immofinanzgruppe kaschieren sollte. Diese fingierten Auftragsschreiben für € 56 Mio Immofinanzaktien wurden von den CPB Managern rückdatiert, damit sich diese mit älteren Kundenauftraägen decken.  Laut dem Ex-CPB Vorstand Karl Acro, hatten nur er und Petrikovics Kontakt mit M.Hink.